Fossile Riesenmuscheln (Tridacna gigas) aus Ostafrika

Die gigantischen Muschelschalen werden in Ostafrika, in der Nähe der Küste, im Tagebau freigelegt.
Afrikanische Arbeiter holen die Fossilien z. B. im Kalksteinbruch aus
dem festen Bodensediment das sie umgibt,
zunächst durch grobe Grabung. Anschließend werden die Muschelschalen in zeitaufwändiger Handarbeit von
den Gesteinsauflagerungen befreit, so dass innerhalb einiger Tage allmählich ihre ursprüngliche Gestalt sichtbar
wird. Das Gewicht dieser massiven fossilen Schalen liegt bisweilen über 200 kg. Das "Wiederherstellen" ihrer
ursprünglichen Gestalt ist enorm kräftezehrend, sichert aber vielen Menschen die wirtschaftliche Existenz. 


Foto: C. Diehl: Steinbruch in Kenia, in dem Tridacna-gigas-Fossilien gefunden wurden


Danach steht den Fossilien leider ein schlechtes Schicksal bevor: Diese einmaligen Zeugen vergangener
Epochen werden entweder zu feinem Kalkpulver gemahlen und zur Zementherstellung verwendet, oder sie werden in kleine Stücke zersägt, rund gedreht und mehrfach lackiert, um als „Tridacna-Perlen“ an der Schmuckindustrie verwendet zu werden. Der Abbau der Fossilien aus den Bodenschichten ist für viele Menschen von existenzieller Bedeutung, doch das allein nützt ihnen nichts, denn die meisten Menschen in Kenia brauchen zum Überleben nicht Muschelfossilien, sondern Arbeit, Essen und soziale Sicherheit. Aber durch diese Verwendung als Grundlage für Zementproduktion und Souvenirindustrie verliert die Welt nicht nur Fossilien, sondern auch eine Brücke zu vergangenen Epochen, die unwiederbringlich ist
.



Foto: C. Diehl: Die Zeugen vergangener Epochen nach der Freilegung


Foto: C. Diehl: Steinbruch in Kenia - Aussparung für Stromleitungen!



Foto: C. Diehl: Riesenmuscheln am Wegesrand in Kenia

Im Jahr 2011 haben wir, Christian Diehl und Vera Brenner aus Waldkappel bei Kassel, nach der ersten Kenia-Reise einen anderen
Weg ausprobiert. Gemeinsam mit Arbeitern in Kenia haben wir die in Steinbrüchen gefundenen fossilen Muschelriesen gesammelt und von Kenia nach Deutschland transportiert. 




Foto: C. Diehl: Sammlung der Muscheln vor Wohnhäusern in Kenia



Die wenigen fossilen Tridacna-gigas-Schalen, die in früheren Zeiten nach Europa gelangten, z. B. durch
heimreisende Seeleute, sind heute ausgesprochen gesuchte Liebhaberstücke, die von Generation zu
Generation weitergegeben werden.


Foto: C. Diehl: Verladung der Muscheln für den Export nach Deutschland

Unser Ziel ist es, die importierten Fossilien Museen, wissenschaftlichen Instituten und anderen
Interessierten anzubieten und sie damit für die Nachwelt zu erhalten.

Sie können bei uns Ihre einzigartige Tridacna-Fossilie aus verschiedenen Größen, Erhaltungsgraden, Freilegungsstufen  und auch Farbnuancen auswählen. Dieses außergewöhnliche Sammlerstück kann dann als Dekoration, Ausstellungsstück, edles Aufbewahrungsmedium, extravagantes Waschbecken und in vielen anderen Variationen Ihr Haus, Garten, Museum, Geschäft, Atelier o.ä. schmücken.




Foto: C. Diehl: fossile Tridacna gigas Schale nach der Ankunft in Deutschland (Breite ca. 80 cm)

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